Don Wikidonso

February 20, 2006

Wikipedia: Wikimedia vertuscht Straftat

Filed under: Insider,Recht — donwikidonso @ 2:27 pm

Wer auf der Wikipedia Straftaten verübt und damit das Projekt der Wikipedia gefährdet, hat auf der Wikipedia grundsätzlich nichts verloren. So die Ansicht mehrerer Blogleser in den Kommentaren. Das klingt richtig und genauso logisch, als wie wenn es tagsüber hell und in der Nacht dunkel ist. Nicht aber so bei der Wikimedia Deutschland e.V.. Dort ist es genau umgekehrt. Oder besser gesagt, durchgehend unseriöses Dämmerlicht. Jetzt wurde schon wieder einer von der Wikimedia erwischt. Dieses Mal: Daniel Baur aka “DaB.” von der Technischen Universität Darmstadt.

Gäbe es die Wikimedia Deutschland e.V. nicht, gäbe es keine Mitglieder. Gäbe es keine Mitglieder, gäbe es auch nicht das Wikimedia-Mitglied Daniel Baur. Doch so soll es nicht sein. Die Gründe hierfür dürften klar sein: Daniel Baur als “DaB.” ist Mitglied bei der Wikimedia Deutschland und zugleich auch als Diensteanbieter Administrator bei der deutschen Wikipedia. Und im Interesse der Wikimedia Deutschland versuchte Baur am 19.02.2006 um 23:18 Uhr eine Straftatsmeldung verschwinden zu lassen – anstelle dass er mit seinen Adminknöpfen die gemeldete Straftat auf der Wikipedia beseitigt und sich für den Hinweis bedankt, um ebenso auch dem Ruf der Technischen Universität Darmstadt gerecht zu werden. Die Rechtsverletzung steht mit dem Stand vom 19.02.2006 seit mehr als 24 Stunden online und die Meldung hierzu wurde unter den Tisch gekehrt.

Vielleicht kurz für die zahlreichen neuen Blogleser. Es gibt Leute, die betreiben Vandalismus auf der Wikipedia, indem sie Straftaten auf der Wikipedia verüben. Zum Beispiel Volksverhetzungen, bei der die Inhalte der Wikipedia mit verbotenen Sprüchen, Texten oder Nazi-Symbolen aufgefüllt werden. Das ist böse und bei der deutschen Wikipedia erfolgt ein solchartiges Auffüllen rechtswidriger Inhalte über den holländischen 145.97.39.155-Rechner, der innerhalb der Europäischen Union (EU) steht. Von daher gilt also das EU-Recht. Das bewies bereits der Blogeintrag “Beschlagnahme der deutschen Wikipedia?” mit den dortigen Beweisfotos. Und dass ein “echtes” Löschen über die Meldestelle “Wikipedia:Vandalensperrung” überhaupt gar nicht stattfindet, zeigt beispielsweise der folgende Fall des Daniel Baur aka “DaB.” von der TU Darmstadt:

Am 19. Feb 2006 um 00:58 Uhr wurde bei der deutschen Wikipedia durch eine RoswithaC das persönliche Lebens- und Geheimbereich zu Lasten der Henriette Fiebig verletzt, strafbar nach § 201 StGB. Es droht hierzu in Verbindung mit dem § 74a StGB auch die Beschlagnahme des Computers mit der die Straftat begangen worden ist. Am 19.02.2006 gegen 18:00 Uhr folgte der Blogeintrag hierzu. Nichts geschah über viele Stunden bis 23:30 Uhr. Trotz Kenntnis über diese Straftat weigerten sich zahlreiche Admins der Wikipedia, die Rechtsverletzung der RoswithaC zu beseitigen. Bis einem anonymer Blogleser der Kragen platzte, sie/er selbst zur Wikipedia hinsurfte und diesen Vandalismus in der eigens hierfür eingerichteten Sektion “Wikipedia:Vandalensperrung” meldete.

Spätestens jetzt waren einige der 190 Diensteanbieters als Admin von Gesetzes wegen verpflichtet, die Rechtsverletzung zu beseitigen. Beseitigen? Irrtum. Es ist genau umgekehrt. Das Mitglied der Wikimedia Deutschland e.V. Admin Daniel Baur “DaB.” vernichtet diese Anzeige des Bloglesers und lässt gleichzeitig die Rechtsverletzung der RoswithaC stehen. Und weil Blogleser Christian Rohweder immer nach Fakten und Beweise schreit, kann er gerne die bunten Exklusiv-Fotos auch dieses Mal wieder hier haben:

Daniel Baur DaB von der Wikimedia Deutschland e.V. beseitigt Straftatsmeldung.
(Quelle: 19. Feb 2006 23:18 Uhr CET)
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=
Wikipedia%3AVandalensperrung&diff=13870465&oldid=13870238

Diese technische Maßnahme macht es möglich, dass die Straftatsmeldung auf der Hauptseite der “Wikipedia:Vandalensperrung” erst gar nicht mehr angezeigt wird. Nur mit dieser Internetadresse – wenn man sie beispielsweise wie die Insiders der Wikipedias kennt – lassen sich “gelöschte” Inhalte auf der Wikipedia letztendlich doch wieder abrufen. Oder wenn man weiss, wie man über die Hintertüre der “History” doch wieder zu den “gelöschten” Inhalten gelangt. Für Rechtsverfolger kann dieser Insider-Hinweis sehr aufschlußreich sein: Ein tatsächliches Löschen von Inhalten findet nämlich in der Regel gar nicht statt und sie werden nach wie vor über den holländischen 145.97.39.155-Rechner innerhalb und ausserhalb der EU verbreitet.

Und so geht es die ganze Zeit. Sie werden lediglich zu vertuschen versucht. Sei es bei bösen Volksverhetzungen, sei es bei pornografischem Material, sei es all die üblen Nachreden und Beleidigungen, die zahlreichen Datenschutz- und Persönlichkeitsrechtsverletzungen und wie auch immer. Das deutsche Strafgesetzbuch durch die ganze Bank. Diese 190 Diensteanbieters, die – wie beispielsweise Dirk Ingo Franke, Anneke Wolf, Daniel Baur, Jan Henning, Markus Schweiß – vorwiegend einen deutschen Wohnsitz haben, treiben dieses Vertuschspielchen auch noch vorsätzlich mit und behaupten, das deutsche Recht zähle für sie nicht. Entscheidungen von Richter am Bundesgerichtshof sind nur “Anlaßbezogen entstandener Trollartikel (vgl. Diskussion:Tron (Hacker)) ohne jeglichen wissenschaftlichen Bezug oder auch nur -Anspruch“, so der Wikipedia-Admin Diensteanbieter Lung in seiner Stellungnahme.

Es wäre interessant zu erfahren, wieviele rechtswidrige Inhalte hier klammheimlich auf diesem Wege nach wie vor weltweit weiterverbreitet werden. Auch wieviele Geschädigte, Rechtsanwälte, Staatsanwälte und Richter schon auf diesen Bluff des Weiberklatschvereins namens Wikimedia Deutschland e.V. hereingefallen sind. Der holländische 145.97.39.155-Rechner, die sprudelnde Quelle für rechtswidrige Verbreitungen über die ganze Welt. Ein Computer, auf den die Wikimedia mit den 190 Wikipedia-Administratoren als verantwortliche Diensteanbieter Zugriffsrechte, Verwaltungsrechte, Vollstreckungsrechte, Löschrechte und sonstige Rechte besitzt. Ein Rechner, der auf einem Pulverfass sitzt und wo es um sehr viel Geld geht. Eine Zeitbombe, denn es ist ebenso auch nur eine Frage der Zeit, wann die Schwerpunktsstaatsanwaltschaft nach dem Gerichtsverfassungsgesetz gebildet wird und sie die deutsche Wikipedia von sämtlichen Straftaten, Straftätern und den beihilfeleistenden Diensteanbieters säubert.

Die Freunde vom Maulwurf wissen, warum die meisten der 190 Diensteanbieters ihre gesetzlich vorgeschriebenen Impressumsangaben gerade verweigern. Fast 190 daran beteiligte Personen haben etwas zu verheimlichen und meinen, sie könnten sich hinter der Anonymität der Wikipedia verstecken. Wie gut, dass es Memmi den Maulwurf gibt, der mithilft, diesen skandalösen Saustall aufzuräumen. Gleiches gilt für die Strafakte RoswithaC, die Rechtsverletzung steht nach wie vor bei Wikipedia online. Und Jimmy Wales hat in der Tron-Sache dieses Aufforderungsschreiben eines Iaals in den Müll geworfen, ignoriert die einstweilige Verfügung vom Amtsgericht Berlin und Trons Familienname steht mit dem Stand vom 20.02.2006 ebenfalls nach wie vor online. Jimbo & 190 deutschen Elefanten, das bringt viel Ärger im Porzellanladen. Wegen nur 7 Buchstaben.

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1 Comment »

  1. […] Am Samstag finden bei der Wikimedia die Vorstandwahlen statt. An diesem Tag wird auch darüber entschieden, ob die Wikimedia Deutschland e.V. künftig mit einer Geschäftsführerin besetzt wird. Hierzu muss die Vereinssatzung geändert werden. Sollte sich die Mehrheit der Mitglieder für diese Veränderung entscheiden, kann das Stellenangebot veröffentlicht werden. Doch bei der Wikimedia Deutschland e.V. ist es wie so oft genau umgekehrt: Man vorwegnimmt die Mitgliederentscheidung vom 25.02.2006 und veröffentlicht das Stellenangebot schon ab dem 13.02.2006 im Internet und zugleich auch in der Wochenendausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 18./19.02.2006. […]

    Pingback by Don Wikidonso » Hacker vs. Cracker: Perfektes Timing — February 23, 2006 @ 9:29 am


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